Walnuss&Astoria

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Schlagzeilen und andere Anmerkungen

Liest man die Schlagzeilen in diesen Tagen, dann ist ganz schön viel Härte und Elend auf der Welt zu finden. Aber ist das nicht immer so? Gibt es nicht jeden Tag Irgendwo eine Katastrophe, Leid für Lebewesen und Natur? Diese Reizüberflutung an tagtäglichem Leid stumpft auf eine unangenehme Weise ab, man sieht das kleine Leid, die kleine Katastrophe schon lange nicht mehr, dazu gibt es zu viel Großes zu beklagen.

Wir vergessen auch gerne schnell, weil jeden Tag viele neue Schlagzeilen über uns reinrollen, so vergessen wir heute, was vorgestern war und können oft schon nach drei Wochen nicht mehr sagen, wann der Tornado kam, wann der Krieg begann, wann das Flugzeug abgestürzt ist. Abgestumpft eiern wir von Schlagzeile zu Schlagzeile und spüren den Schlag der Zeile nicht mehr.

Da fällt mir plötzlich ein, da wettert Angela Merkel diese Woche im feinen Zwirn gegen den zunehmenden Alkoholkonsum unter Jugendlichen und trotzdem stehen in jedem Supermarkt die Alkopops direkt neben der Coca Cola und sehen so herrlich orangig frisch aus. Und Heidi Klum wirbt ohne Skrupel für den neuen Burger von Mc Donalds, obwohl sie selber wohl kaum solch ungesunden, dickmachenden Mist futtert. Von der Mogelpackung Joghurtgums von Katjes, jes, jes, jes, ganz zu schweigen, da hat eine Tüte so viel Kalorien wie zwei Cheeseburger und dann ist man noch nicht mal satt! Werbeikonen werden immer reicher, das Gesundheitswesen immer ärmer. Einzig die Verona Pooth, die Ex-Feldbusch-Spinat-Blubb-Bohlen-Frau für Werbeeinsätze aller Art, wird wohl bald im Sumpf der Geltungssucht ihres Gatten Pooth untergehen wie das Blubb im Spinat. Aber die Marketingstrategen dieser Republik werden sicherlich ein anderes Medium für ungesunde Essen finden, besser Essen ist einfach immer noch nicht im Trend.

In Bochum hatte am 9.05. Horvaths „Geschichten aus dem Wienerwald“ Premiere, Elmar Goerden inszeniert es vortrefflich, das Bühnenbild empfinde ich zwar als Zwangsjacke für die Schauspieler, dieselbigen berühren mich aber sehr mit ihrem Spiel. Uwe Bohm, mein Schwarm aus den Tagen, als er noch für Hannelore Hoger TV-Detektiv war und der jetzt nahtlos mit dem Hallodri Alfred meinen Ex-Mann in den Schatten stellt, Burkhard Klaußner, der mich als Zauberkönig manchmal an meinen Vater erinnert und Renate Becker, die die böse Großmutter genau trifft, das es mir den Atem verschlägt. Und Katja Uffelmann ist einfach die Marianne, voll und umfänglich glaubhaft in Höhen wie in den Tiefen. Theater ganz nah an meiner Gefühlwelt und verdammt nah am Zeitgeist. Ich kann nur empfehlen, wer hingeht, sieht einfach mehr.

Schlußendlich noch die Frage aller Fragen. Warum ist die Banane krumm? Nein, richtig muss es heißen: Warum singen Frauen herausragend und gut und doch sind immer die Männer im Finale von DSDS? Richtig, weil Frauen so doof sind, für Männer anzurufen! Und Frauen sehr sparsam werden, wenn es darum geht, anderen Frauen Erfolg zu gönnen. Also singen Thomas Godoj und Fady Maalouf um den Titel, nächsten Samstag … da geht es also um die Wurst oder die Frage: One-Hit-Wunder oder zukünftiger Superstar!

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1 Kommentar»

  Es geht los! « Webgegruesst wrote @

[…] 2ter Tip des Tages! […]


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